Das 2008 formierte Quartett fand aus diversen musikalischen Richtungen kommend zusammen, doch sein Tenor ist
der Tango mit seinen starken Gefühlen, der großen Leidenschaft und tiefen Melancholie. Tango als Weltgefühl,
als Stimmung, der auch ohne ihn zu tanzen zu einem bereichernden Erlebnis werden kann.
Nachdem der "Neue Tango" (Tango Nuevo) bereits historisch geworden ist, nutzen ihn die vier Musiker vielmehr
als Panorama ihrer gemeinsamen musikalischen Sprache und ihrer Kompositionen. Ihre individuellen Wurzeln -
Jazz, Weltmusik, Klassik - sind ihr Vehikel, den Treibstoff liefert ihnen der Groove creolischer und
mediterraner Kulturen.
Die Band nähert sich dem Hörer stets von verschiedenen Seiten, umgarnt ihn mit gefälligen Melodien und warmen
Harmonien einerseits um ihn dann anderseits mit fetzigen Improvisations-Blöcken anzuheizen oder mittels
sphärischer Klangkonstrukte in jenseitige Traumwelten zu versetzen.
Jasstango arbeitet in seinem Programm mit Witz und Melancholie, Feuer und Eiskristall, philsophischer Weisheit
und spontanem Schlagabtausch, urbaner Skurrilität und volkstümlicher Einfachheit. So spaziert die Combo durch
verschiedene Kulturen zahlreicher Länder dieser Erde und hinterlässt in ihren Konzerten multikulturelle
Impressionen von straßenmusikantischer Schlichtheit bis zu kammermusikalischer Finesse.